Sie sind auf der Suche nach der richtigen Sonnenbrille? Wir helfen weiter!
Wer glaubt, dass es sich bei Sonnenbrillen um ein reines Sommer- und Strandutensil handelt, der irrt. Die Einsatzmöglichkeiten einer guten Sonnenbrille gehen inzwischen weit darüber hinaus und können das Leben in vielen Situationen enorm erleichtern.
Besonders gefragt sind dabei die sogenannten polarisierten Sonnenbrillen. Um zu verstehen, was das ist und wie sie funktionieren, muss man sich zunächst mit einigen grundsätzlichen Aspekten befassen.

Was macht eine gute Sonnenbrille überhaupt aus und welche Funktionen muss sie für Ihre Bedürfnisse besitzen? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, beleuchten wir auf dieser Seite gute Sonnenbrillen und klären über Vor- und Nachteile auf.
Aber lesen Sie selbst.
Diese Aspekte machen eine gute Sonnenbrille aus
Viele Begrifflichkeiten überrollen uns, wenn wir uns auf die Suche nach der für uns passenden und qualitativ hochwertigen Sonnenbrille begeben.
Die Erklärung derselben fällt leider oft spärlich aus oder ist unvollständig, sodass man hinterher ähnlich schlau ist, wie zuvor.
Damit ist jetzt Schluss.
Wir erklären verständlich, was es mit UV-Schutz, Blendschutz, Tönung, Verspiegelung, Entspiegelung und Polarisierung auf sich hat.
- UV-Schutz
- Blendschutz
- Tönung – Farbe und Stärke
- Verspiegelung
- Entspiegelung
- Polarisation
- Größe der Brillengläser
- Seitliche Sicht/Abdeckung
Gehört haben Sie diese Begriffe sicherlich alle schon einmal. Aber die genaue Bedeutung ist für den Laien oftmals unklar.
Fangen wir also mit dem wichtigsten Punkt an.
Der richtige UV-Schutz für Ihre Sonnenbrille
Worüber sich alle Experten – einschließlich der WHO (Weltgesundheitsorganisation) – einig sind, ist dass eine gute, alltagstaugliche Sonnenbrille mit der Kennung „UV 400“ ausgestattet sein sollte.
Licht strahlt in unterschiedlichen Wellenlängen. Es gibt den sichtbaren und den nicht sichtbaren Bereich. Während der sichtbare Bereich des Lichts bei 780 Nanometern angesiedelt ist, befindet der nicht sichtbare sich im Bereich der UV-Strahlung unter 400 nm. Hierbei unterscheidet man noch zwischen UV-A-, UV-B- und UV-C-Strahlung.
Um also alle UV-Strahlen sicher abhalten zu können, ist der UV-Schutz „UV 400“ unabdingbar. Bei dieser Kennung werden alle Strahlen bis 400 nm abgeblockt.
Eine Sonnenbrille ohne UV-Schutz oder ohne ausreichende Kennzeichnung sollten Sie Ihrer Augen zuliebe NICHT erwerben. Sie wird vermutlich mehr Schaden anrichten, als nützen.
Aufgrund der dunklen Tönung der Gläser – die übrigens rein gar nichts mit dem Schutz vor ultravioletter Strahlung zu tun hat – weitet sich die Pupille hinter der Brille. Besteht nun kein ausreichender Strahlenschutz, dringt die schädliche UV-Strahlung tief ins weit geöffnete Auge und kann so im schlimmsten Fall frühzeitig zur Erblindung führen.
Sind Sie im Besitz einer nicht ausreichend gekennzeichneten Sonnenbrille, über deren UV-Schutz Sie sich nicht im Klaren sind, haben Sie selbst kaum eine Möglichkeit genaueres herauszufinden.
Anders als die Stärke der Tönung oder eine mögliche Polarisation lässt sich der UV-Schutz nämlich nicht von außen beurteilen. Hier hilft nur der Gang zum Optiker Ihres Vertrauens. Er kann mit speziellen UV-Kameras den tatsächlich wirksamen Schutz der Brille feststellen.
Tun Sie sich und Ihren Augen einen Gefallen und tragen Sie nur Sonnenbrillen mit ausreichendem Schutz vor UV-Strahlung. Auch wenn sie leider oft gefälscht werden: Gute Sonnenbrillen verfügen über eine CE-Kennung! Sie sollte sich auf jeden Fall auf der Brille befinden.
UV-Schutz hat also rein gar nichts mit der Farbe oder Tönungsintensität der Brillengläser zu tun.
Im Gegenteil. UV-Schutz und Blendschutz sind zwei völlig unabhängig voneinander funktionierende Prozesse.
Was der Blendschutz über die Sonnenbrille aussagt
Klassischerweise wird der Blendschutz in fünf Kategorien eingeteilt. Die niedrigste ist hierbei – anders als vielleicht zu erwarten – die Kategorie 0. Anschließend folgen die Kategorien 1, 2, 3 und als höchste die Kategorie 4.
Die Kategorien selbst haben zunächst auch nichts mit den unterschiedlichen Tönungsfarben der Sonnenbrillen zu tun. Höchstens indirekt – gelb getönte Sonnenbrillengläser können niemals einen Blendschutz der Kategorie 4 bieten.
Doch wie kommt das? Um das besser verstehen zu können, muss man sich die einzelnen Kategorien und ihre Werte einmal genauer ansehen.
Kategorie 0: 3-20% Tönung/Lichtabsorption; minimaler Blendschutz, geeignet für bewölkten Himmel oder am Abend; gelb getönte Gläser dieser Kategorie können – als EINZIGE – nachts zum Autofahren genutzt werden, da sie die Umgebung subjektiv deutlich aufhellen und die Sicht nicht einschränken
Kategorie 1: 20-57% Tönung/Lichtabsorption; leichter Blendschutz für Tage mit wenig Sonnenlicht und wechselhaften Bedingungen
Kategorie 2: 57-82% Tönung/Lichtabsorption; mittlerer Blendschutz für den Alltag in unseren Regionen bestens geeignet
Kategorie 3: 82-92% Tönung/Lichtabsorption; hoher Blendschutz, empfohlen für Strandurlaube oder Bergwanderungen – überall dort, wo hohe Sonneneinstrahlung und starke Lichtreflexionen vorherrschen.
Kategorie 4: 92-97% Tönung/Lichtabsorption; maximaler Blendschutz, für unsere Breitengrade nicht geeignet und auch NICHT für den Straßenverkehr zugelassen; der Einsatz solcher Brillengläser beschränkt sich auf extrem helle Gebiete, wie beispielsweise bei einer Gletscherwanderung
Neben der Einteilung in Kategorien, die nun also Aufschluss über den Grad des Blendschutzes geben, gibt es Sonnenbrillen in den verschiedensten Tönungen, die wiederum Einfluss auf den Blendschutz nehmen.
Wie bereits geschrieben, wird sich ein gelb getöntes Brillenglas niemals in den hohen Blendschutz Kategorien wiederfinden lassen. Dafür sind Farben wie Grau geradezu dazu prädestiniert, in den höheren Kategorien mitspielen zu können.
Blendschutz =/= UV-Schutz
Doch jede Farbe der getönten Sonnenbrillengläsern hat auch eine andere Wirkung. Während die ein oder andere die Farben der Umgebung beinahe naturgetreu wiedergibt, verzerren bunte Gläser die Realität oft stark. Das macht sie besonders im Straßenverkehr gefährlich und mitunter sogar verboten.
Gleiches gilt für Sonnenbrillen mit der Kategorie 4 des Blendschutzes: Da sie für besonders helle Orte mit hohen Reflexionen gedacht sind – wie beim Aufenthalt in Schneegebieten oder Gletschern – wird zu viel Licht absorbiert. Im Straßenverkehr würde man quasi „blind“ fahren. Aus diesem guten Grund sind sie dabei sogar verboten. Normalerweise sollte die Kategorie 2 zum Autofahren gewählt werden.
Grau: Farben werden kaum verfälscht und originalgetreu wiedergegeben. Gut zum Autofahren geeignet.
Braun: Farben werden kaum verfälscht und originalgetreu wiedergegeben. Gut zum Autofahren geeignet. Farben wirken subjektiv wärmer und satter.
Grün: Farben werden kaum verfälscht und originalgetreu wiedergegeben. Gut zum Autofahren geeignet. Leicht aufhellende Wirkung.
Blau: NICHT für den Straßenverkehr geeignet, da Kontraste verfälscht werden und die Allgemeingültige Warnfarbe Orange (z.B. an Verkehrshütchen, Absperrungen oder Baustellenfahrzeugen) nicht mehr wahrgenommen werden kann. Als Schwimmbrillen gern genutzt.
Rot: Besonders kontrastreich in grünen Umgebungen. Besonders für Jäger oder andere Menschen geeignet, die viel im Grünen sind. Da Rot die Komplementärfarbe zu Grün ist, sieht man hier am deutlichsten. Allerdings wird der blaue Anteil komplett gefiltert – was sie auch für den Straßenverkehr ungeeignet macht.
Orange: Erhöhen die Kontraste zu blauen Farben, z.B. dem Himmel. Beliebt auch bei Wanderungen in den Bergen, da Orange die Dreidimensionalität an Felswänden oder ähnlichem stärker hervortreten lässt. Deshalb auch gut geeignet für Skibrillen.
Gelb: Dämmerungs- und Nachtfahrgläser. Filtern nicht mehr als 25 % Licht, damit geeignet zum Nachtfahren. Umgebung wird subjektiv erhellt. Tagsüber kaum Blendschutz. Daher als Sonnenbrille im eigentlichen Sinn ungeeignet.
Modefarben wie Violett und Pink: Sie verzerren die Farben und Kontraste enorm und sind daher für den Straßenverkehr absolut ungeeignet. Bei ausreichendem UV-Schutz für den Strand und als modisches Accessoire gut geeignet.
Natürlich gibt es die meisten Sonnenbrillen nicht nur mit einheitlich gefärbten Gläsern, sondern auch mit sogenannten Verlaufsgläsern. Hierbei nimmt die Intensität der Farbe von unten nach oben zu.
Solche Verlaufsgläser haben ihren Nutzen z.B. dann, wenn die Sonne von oben stark blendet, aber man im unteren Bereich noch ohne Farbverzerrungen gucken können möchte. Dieser Effekt ist beim Autofahren oder beim Lesen eines Buches in der Sonne durchaus praktisch.
Worüber man sich dann noch Gedanken machen sollte, ist die Ver- und Entspiegelung von Sonnenbrillen.
Entspiegelte oder verspiegelte Sonnenbrille? Schließt das eine das andere nicht aus?
Auf diese Frage kann man mit einem klaren „Nein“ antworten. Denn tatsächlich hat das Entspiegeln nichts mit dem Verspiegeln der Sonnenbrille zu tun.
Um das zu verstehen, muss man sich zunächst anschauen, was diese beiden Begriffe überhaupt bedeuten.
Die Verspiegelung ist hierbei vielleicht leichter zu erklären. Man findet sie manchmal auch unter der Beschreibung „Sonnenbrille mit spiegelnden Gläsern“ oder „Spiegelgläser“.
Es handelt sich hierbei um eine auf der Außenseite der Brillengläser aufgebrachten Schicht aus Metalloxid, die den Effekt des spiegelnden Glases erzielt. Ihr Gegenüber wird sich nun wie vor dem heimischen Spiegel selbst betrachten können.
In Unterhaltungen kann das durchaus unangenehm für Ihren Gesprächspartner sein. Nicht nur, dass ein Gespräch mit aufgesetzter Sonnenbrille mitunter als unhöflich empfunden wird, sollte man die verspiegelte Sonnenbrille also bei einer Konversation auf jeden Fall abnehmen.
Einen besonders erhöhten UV-Schutz bieten verspiegelte Sonnenbrillen übrigens nicht. Da lediglich das sichtbare Licht durch die Verspiegelung reflektiert wird, aber nicht das nicht-sichtbare, müssen auch verspiegelte Sonnenbrillen über einen Schutz von mindestens UV 400 verfügen.
Doch was hat es nun mit der Entspiegelung auf sich?
Die Entspiegelung eines Brillenglases findet man nicht nur bei Sonnenbrillen, sondern auch bei normalen Korrektionsgläsern. Es gibt sie in mehreren Abstufungen und sie betrifft zumeist die Rückseite – also die dem Auge zugewandte Seite des Glases.
Sie hat den Auftrag, das von hinten oder seitlich eintreffende Licht daran zu hindern, als Reflexion ins Auge zu gelangen.
Eine einfache Entspiegelung mindert die Reflexionen auf der Glasrückseite bereits um die Hälfte, bei einer sogenannten Superentspiegelung sind es sogar bis zu 98% weniger.
Auch auf der Vorderseite kommen Entspiegelungen zum Einsatz, aber dann nur bei Korrektionsgläsern. Sie sollen es dem Gegenüber ermöglichen, die Augen des Brillenträgers ohne Probleme erkennen zu können. Dieser Effekt ist bei einer Sonnenbrille herzlich egal.
Warum eine Entspiegelung bei jeder Brille Sinn ergibt
Es gibt jedoch gleich zwei entscheidende Vorteile, die dafürsprechen, jede Brille mit einer Entspiegelung ausstatten zu lassen.
- Das Auge wird geschützt. Trifft Licht – in diesem Fall besonders Sonnenlicht – von hinten auf die Brillengläser, so reflektiert das Glas sie und leitet sie direkt ins Auge des Trägers. Die Brille fungiert in dem Fall so, wie die Lupe in der Sonne, die das Licht bündelt und ein Feuer entfachen kann. Das kann sehr unangenehm fürs Auge werden. Nebenbei wird so der UV-Schutz der Brille vollständig ausgehebelt.
- Nervige Reflexe auf der Brille werden ausgeschaltet. Nutzer von nicht entspiegelten Brillengläsern kennen das Phänomen sicher zu gut: Statt ungetrübt nach vorne Blicken zu können, sieht man nur Spiegelungen und Reflexionen auf der Innenseite der Brille. Diesen Effekt beseitigt eine Entspiegelung.
Man kann sagen, dass eine Entspiegelung nicht nur gut für die Gesundheit, sondern auch für besseren Durchblick ist – auch auf einer Sonnenbrille.
Während also die Verspiegelung ein rein optischer Effekt ist, der maximal modische Verbesserungen bringt, ist die Entspiegelung durchaus von praktischem Nutzen und der Gesundheit zuträglich.
Entscheiden Sie also beim nächsten Brillenkauf, welches dieser Features Ihren persönlichen Komfort erhöht.
Der letzte entscheidende Punkt bei der Auswahl der richtigen Sonnenbrille ist die Polarisation.
Sie ist in den letzten Jahren immer gefragter geworden und es gibt die meisten Sonnenbrillenmodelle inzwischen auch in einer polarisierten Variante.
Um zu entscheiden, ob Ihre Brille mit polarisierten Gläsern ausgestattet sein soll, müssen wir zunächst klären, was das bedeutet und worin die Vor- und Nachteile bestehen.
Polarisation einfach erklärt
Eine Sonnenbrille mit Polarisationsfilter verfügt nicht nur über einen ausgezeichneten Blendschutz, sondern vermindert auch Spiegelungen und Reflexionen, die ansonsten zu Irritationen führen können. Diesmal jedoch nicht auf der Innenseite der Brille – wie bei entspiegelten Gläsern – sondern überall.
Normale Sonnenbrillen helfen hier nur bedingt. Eine polarisierte Sonnenbrille hingegen tilgt diese Reflexe beinahe vollständig.
Um das Prinzip zu verstehen müssen wir uns nun zunächst kurz der Physik zuwenden.
Licht schwingt zunächst einmal unpolarisiert – also ohne eine gleichgestellte Richtung. Treffen nun aber mehrere Lichtstrahlen eine glatte Oberfläche – sei es Glas, Wasser, Schnee, Eis oder Metall – so richten sich die Strahlen alle gleich aus und die sogenannte „Polarisation“ entsteht.
Polarisierte Sonnenbrillen lassen also – anders als der Name vermuten lässt – keine Polarisation entstehen, sondern sorgen vielmehr mit ihrem „Polarisations-Filter“ dafür, dass die Reflexion gebannt wird.
Das wiederum wird durch eine spezielle Gitterfolie innerhalb des Brillenglases erreicht. Sie wird im sogenannten Sandwichverfahren bereits während der Herstellung in die Gläser eingearbeitet. Ein Nachrüsten der Gläser ist so leider nicht möglich.
Das auftreffende, polarisierte Licht wird quasi umgelenkt und erreicht das Auge nicht im kritischen Winkel. So werden effektiv die Blendeffekte minimiert, bzw. sogar gänzlich ausgeschaltet.
Diesen Effekt machen sich nicht nur Autofahrer, sondern beispielsweise auch Angler, die die Fische unter der Wasseroberfläche erspähen wollen, zu Nutze.
Besonders deutlich wird die Wirkung des Polarisationsfilters, wenn man nacheinander eine Sonnenbrille ohne und eine mit diesem Filter aufsetzt.
Polarisierte Sonnenbrillengläser bieten viele Vorteile
Neben der Verminderung der Reflexionen auf glatten oder nassen Oberflächen – u.a. auch Glas, Schnee, Eis oder Metall – werden auch sämtliche Kontraste erhöht.
So ermüden die Augen nicht so schnell, die Konzentration kann länger aufrecht gehalten werden und Kopfschmerzen kann vorgebeugt werden.
Jede Aktivität, bei der Sonnenlicht auf Wasser trifft – und da gibt so einige – ist prädestiniert für den Einsatz einer Sonnenbrille mit Polarisationsfilter. Gleiches gilt für Wintersportler, bei denen Sonne und Schnee oder Eis eine gleißende Kombination bildet.
Man kann also feststellen, dass die Anwendungsgebiete der Polbrillen mannigfaltig sind. Ob Sie während einer Ihrer Tätigkeit eine solche Brille gebrauchen könnten, verrät Ihnen die folgende Liste mit Anwendungsbeispielen für Polbrillen.
- Autofahren
- Motorradfahren
- Radfahren
- Reiten
- Beachvolleyball
- Angeln
- Segeln
- Surfen, Paddeln
- Wintersport
- Skifahren
- Gletscherwandern
- Strandurlaub
Natürlich kann man für all dies auch eine Brille ohne Polarisation wählen. Doch wenn man einmal den Unterschied feststellen konnte, so wird man nicht mehr zur herkömmlichen Sonnenbrille zurück wollen.
Allerdings muss man bei all der Euphorie noch kurz auf die Nachteile der polarisierten Sonnenbrille eingehen.
Trotz der vielen Vorteile haben Polbrillen auch kleine Nachteile.
Nicht jede Polbrille weist gravierende Nachteile auf
Etwas, das häufig im Zusammenhang mit polarisierten Sonnenbrillen auftaucht, ist die eingeschränkte Nutzung von LCD-Bildschirmen. Seien es das Handy, das Tablet oder das Navigationsgerät im Auto: Sie alle sind unter Umständen mit einer Polbrille nicht mehr gut lesbar.
Mehr noch: viele Nutzer, die das erste Mal eine solche Brille aufsetzen, sind erschrocken und halten ihr Smartphone für plötzlich defekt. Denn es passiert bei einigen Modellen, dass der Bildschirm plötzlich schwarz erscheint.
Dieses Phänomen tritt immer wieder im Zusammenhang mit Polarisationsbrillen auf. Da LCD-Bildschirme polarisiertes Licht aussenden und die Brille einen eingebauten Filter hat, blockt sie sämtliches vom Handy oder Navi ausgesendetes Licht ab.
In der Folge scheint der Bildschirm schwarz.
Dreht man sein Telefon nun aber um meist 90°, so ist der Bildschirm wieder sichtbar. Das hängt mit der Ausrichtung des Filters zusammen. Je nachdem, wie die Gitterfolie in den Brillengläsern gedreht ist, filtert sie das eintreffende Licht dezent anders. Beim Navi im Auto ist es allerdings schwierig, es mal eben um 90° – oft reichen auch schon 45° – zu drehen.
Allerdings passiert das nicht bei jeder Brille mit Filter. Denn viele Hersteller haben auf das Problem reagiert und haben die Filter nun im 45° Winkel verbaut. So lassen sich Displays noch wunderbar ablesen und die Reflexionen auf nassen Oberflächen werden trotzdem ausgeschlossen.
Ein einfacher Test gibt Aufschluss über die Polarisation
Das ist übrigens auch der Test, mit dem Sie jederzeit feststellen können, ob Ihre Sonnenbrille mit einem Polarisationsfilter ausgestattet ist oder nicht.
Können Sie bei horizontaler Ausrichtung der Brille den Bildschirm noch normal ablesen, drehen Sie die Brille vor einem LCD-Display um 45° oder 90°. Wird das Display hinter der Brille an einem Punkt schwarz, hat Ihre Brille einen Filter.
Das Ganze funktioniert übrigens am besten, wenn man die Brille vorher absetzt. 😊
Als zweiten Nachteil der polarisierten Sonnenbrillen lässt sich noch der Preis ausmachen. Da die Brillen gleich während der Herstellung mit dem Filter ausgestattet werden müssen – ein Nachrüsten ist nicht möglich – ist die Produktion dementsprechend aufwändiger und teurer.
Da eine gute Sonnenbrille aber per se schon nicht umsonst ist, überwiegen die Vorteile des Polarisationsfilters und sollten bei der Anschaffung berücksichtigt werden.
Beachten Sie beim Sonnenbrillenkauf auch die Größe der Gläser
Dieser Aspekt wird gerne außer Acht gelassen. Denn zu kleine Sonnenbrillengläser erfüllen ihren Zweck zumeist kaum. An ihnen kann schädliche UV-Strahlung ungehindert vorbei ins Auge gelangen.
Während man bei einer normalen Korrektionsbrille eher auf kleine und unauffällige Gläser setzt, ist dieser Trend bei Sonnenbrillen also grundverkehrt und für die Augen sogar gefährlich. Von daher sind die Sonnenbrillen mit den großen Gläsern nicht nur modisch, sondern durchaus sinnvoll.
Ähnliches gilt übrigens auch für die seitliche Sichtbegrenzung. Auch hier kann Licht und damit UV-Strahlung eindringen. Es empfiehlt sich daher, eher auf eine Brille mit breiten Bügeln zurückzugreifen oder eine enganliegende mit gebogenen Gläsern zu wählen.
Zu breite Bügel sind jedoch bei Tätigkeiten mit benötigter Rundumsicht – wie dem Autofahren – wiederum eher hinderlich.
Entscheiden Sie also selbst, wann welche Sonnenbrille geeignet ist. Es spricht auch nichts dagegen, eine Sonnenbrille zum Autofahren zu haben und eine für den Strandurlaub.
Im Gegenteil – da die Anforderungen durchaus verschieden sein können, ist es sogar oftmals ratsam, mehrere Sonnenbrillen für unterschiedliche Verwendungszecke zu besitzen.
Vorstecker statt Sonnenbrille in Sehstärke als günstige Alternative
Wer eine Sonnenbrille mit Sehstärke benötigt, sollte sich an den Optiker seines Vertrauens wenden.
Ansonsten gibt es auch die Möglichkeit – gerade beim Autofahren beliebt – einen Vorstecker oder Sonnenbrillenclip für die eigene Brille zu benutzen.
Gerade bei starken Sehschwächen wären Sonnenbrillengläser in Sehstärke sehr teuer. Da ist das eine kostengünstige und zugleich trotzdem höchst praktikable Lösung.
Kontaktlinsenträger sind hier deutlich im Vorteil. Sie können sich einfach mit einer beliebigen Sonnenbrille ihrer Wahl ausstatten, ohne auf eine Sehstärke achten oder zurückgreifen zu müssen.
Finden Sie jetzt Ihre passende Sonnenbrille
Wie Sie sehen, gibt es bei der Wahl der richtigen Sonnenbrille viele Punkte zu beachten. Wir hoffen, dass wir ein wenig Licht ins Dunkel – oder besser: Schatten für die Augen – bringen konnten und Sie beim nächsten Sonnenbrillenkauf souverän alle notwendigen Details beachten können.
Viel Erfolg!